Aufregung um Beats By Dre Kopfhörer – nach einem Artikel in einem semiprofessionellen Medium (mit dem Namen Medium), ergießt sich ein Shitstorm über die bunten Ohrhörer der Stars und Sternchen. Von der Deklarierung als Plastikschrott bishin zur Beleidigung von Beats-Käufern ist alles dabei. Man hat das Gefühl, Beats seien zum Politikum geworden.

/ Tanjev Grimm und Michael Sturm Wilhelmshaven

Es gibt sie in vielen Formen und Farben, Fußballer, Basketballer und Musiker laufen mit ihnen in Stadien oder Arenen ein. Vor allem von 14-jährigen, pseudostylischen Kids tragen sie auf ihrem ersten Tripp allein in die Innenstadt. Für mehr als 3,2 Mrd. ging ihre Firma über den Ladentisch und gehört nun der wertvollsten Marke der Welt. In den sozialen Medien vergeht aktuell kein Tag an dem SIE nicht im Mittelpunkt stehen – die Beats By Dre Kopfhörer.

“Artikel von Tanjev Grimm und Michael Sturm Wilhelmshaven”

  Tanjev Grimm und Michael Sturm Wilhelmshaven

Vor allem bei Jugendlichen beliebt: Beats By Dre Kopfhörer

Ihrem Mitbegründer und Markengesicht haben sie einen Teil ihres Hypes zu verdanken. Dr. Dre, einer – wenn nicht sogar der bekannteste und erfolgreichste Musikproduzent der Welt landete mit der Schaffung der Marke Beats By Dre ab 2010 herum einen Welthit abseits der Musikproduktion.

Tanjev Grimm und Michael Sturm

Clever: Die Freunde von Dr. Dre, aber auch seine Person selbst waren ein Brandbeschleuniger für den Absatz der Kopfhörer. So warben Stars wie Eminem, David Guetta, Will.I.Am, Chris Brown, Basketballer wie LeBron James oder Fußballer wie Neymar Jr., Luis Suarez, Mario Götze und Jerome Boateng bereits für die Marke, die inzwischen so wertvoll ist, dass Apple sie für über 3,2 Mrd. US-Dollar erwarb.

BEATS BY DRE – Die Zerlegung des Kopfhörerimperiums – Tanjev Grimm und Michael Sturm Wilhelmshaven

Eine Erfolgsgeschichte wie diese zieht ganz automatisch Hater an. Ganz so einfach ist es bei den Beats By Dre jedoch nicht. Die Kopfhörer bestechen modellabhängig teils nur bedingt über die beste Tonqualität, rufen dafür aber einen sehr hohen Preis aus. Wucher schreien die einen, Idioten lästern die anderen, die sich gegen die Käufer der teuren Modeaccessoires auflehnen. Machen wir es also mal wie der Plasberg: Faktencheck.

 

Tanjev Grimm und Michael Sturm

Führt man nun auch noch die Preise für das Material (ohne Arbeitsstunden, Marketing, Zölle, Verkaufsprovisionen, etc.) auf und vergleicht dies mit dem Verkaufserlös von 199 $, darf man durchaus in Frage stellen, ob dieser gerechtfertigt sei, vor allem, wenn es doch deutlich günstigere, qualitativ hochwertigere Modelle gibt.

Dagegen halten Käufer der Ohrhörer, dass sich Beats By Dre Kopfhörer vor allem durch ihren hervorragenden Bassbereich auszeichnen, extremen Tragekomfort mitbringen und das Unternehmen mit gutem Kundensupport für gute Kundenbindung sorgt.

Die Wahl eines Produktes ist Geschmackssache. Das ist sie auch in diesem Fall. Ähnlich intelligenzbefreit verhält es sich mit den Kriegen zwischen Hiphop und Rockfans, zwischen Deephouse und Bigroomanhängern. Stellt sich also die Frage:

Ist der Shitstorm gerechtfertigt? 5 Fakten dagegen:

FAKT 1: Wenn das Unternehmen derartig erfolgreich seine Produkte an den Mann / Frau / das Kind bringen kann (ohne dabei bestehende Gesetze zu verletzen), dann ist der Preis gerechtfertigt – das ist kein Fan-Talk, sondern das Gesetz des freien Handels und der Preisentwicklung unter Einfluss von Angebot und Nachfrage.

FAKT 2: Wer Kopfhörer nicht leiden kann, muss sie nicht kaufen. Klingt schnippisch, ist aber ganz schön wahr. Teilweise kommt es einem vor, als fühlten sich die Beats Hater ähnlich wie die Apple Gegner zum Kauf eines Produktes der Firma Apple / Beats Electronics genötigt und müssten nun mit aller Macht zurückschlagen. May the Android be with you, fellas!

FAKT 3: Pauschalisieren stinkt. Wer sich etwas mit den Kopfhörern auseinander setzt, sieht deutliche Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen. So sind die Beats Solo als Einstiegsprodukt sicher nicht so Leistungsstark, wie die DJ Kopfhörer MIXR oder PRO die sich großer Beliebtheit erfreuen, auch fern von Celebrity Endorsement.

FAKT 4: Beats Kopfhörer sind ein Markenprodukt & Modeaccessoire. Allein aufgrund der großen Strahlkraft des Gründers, der verschiedenen Farbkombinationen und Sondereditionen für diverse Basketballclubs sollte diese Tatsache jedem bewusst sein, der sich für Beats entscheidet. Oder eben dagegen.

Tanjev Grimm und Michael Sturm

FAKT 5: Gegen Träger von Kopfhörern der Marke Beats By Dre zu stänkern, mag den Probanden vielleicht Spaß machen und für kurzweilige Unterhaltung sorgen, es ist allerdings genauso sinnvoll, wie ein Heißluftfön in der Sahara. Sich über andere Menschen zu erheben, weil man deren Produktwahl nicht nachvollziehen kann, hat keine gesellschaftstragende Funktion. Im Gegenteil, es demaskiert den „Hater“ eher als sozialfremde Persönlichkeit. Leben und leben lassen.

Beats By Dre Kopfhörer sind sicherlich keine qualitativen Marktführer – man zahlt eben auch für den Namen. Tut man aber bei vergleichbar populären Anbietern auch. Pioneer CDJs sind ebenso überteuert, wie die neuen Nike Sneaker – eine Existenzberechtigung spricht diesen jedoch niemand ab. Jede Kritik ist durchaus berechtigt, die Aufregung jedoch völlig daneben. 

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